# Letzte Umfrage und Wahlergebnis

Stand: 24.09.2026. Arbeitsfassung von Bernd Bussek.

## Auswahl

Je Institut und Wahlgang: die zuletzt **veröffentlichte** Umfrage vor dem Wahltag. Der Quellenbestand beginnt am 01.01.2013; eine Umfrage wird nicht über einen weiteren Wahlgang hinweg übernommen. Veröffentlichung am Wahltag ausgeschlossen. Alle Altersstufen bleiben standardmäßig enthalten; der optionale Altersfilter bezieht sich auf die Veröffentlichung. Befragungsende und Alter der Befragung stehen zusätzlich in der Tabelle.

Neun Kerninstitute, 50 Wahlgänge (vier Bundestagswahlen und 46 Landeswahlen), 223 letzte Umfragen. 219 kommen vorrangig von Wahlrecht.de, vier zusätzlich aus DAWUM. 34 Veröffentlichungen sind älter als 28 Tage. Gleiche Veröffentlichungen werden nicht doppelt gezählt. Bei gleich datierten Datensätzen hat Wahlrecht.de Vorrang; es wird nicht parteiweise aus anderen Umfragen ergänzt.

### Wahlen je Gebiet auswählen

„Jeweils letzte“, „jeweils vorletzte“ und „jeweils drittletzte Wahl“ wählen pro Wahlgebiet einen Wahlgang aus. Bund und Länder können gemeinsam betrachtet werden. Die Reihenfolge wird aus allen gespeicherten Wahlterminen zum Datenstand 24.09.2026 bestimmt, **bevor** Jahres-, Ergebnisstands-, Instituts-, Partei- und Umfragealtersfilter wirken. Fehlende Umfragen oder ausgeschlossene vorläufige Ergebnisse führen nicht zum Nachrücken älterer Wahlen. Wiederholungswahlen zählen als eigener Wahlgang.

Im Bestand ab 2013 sind letzte und vorletzte Wahl für alle 17 Wahlgebiete vorhanden. Eine drittletzte liegt für 14 Wahlgebiete vor; für Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein liegt sie vor Beginn dieses Bestands. Die Oberfläche nennt diese Lücken. „Welche Wahlen fließen ein?“ listet die ausgewählten Termine, den Ergebnisstand, die tatsächlich auswertbaren Instituts- und Parteifälle sowie Ausschlüsse auf.

Im Wahlvergleich bietet „Alle – Bund und Länder“ eine Zusammenfassung nach Institut und Partei. Jeder Punkt und jede Zelle mittelt die Abweichung für dieselbe Partei über die ausgewählten Wahlgänge. Jede verfügbare Wahl zählt gleich; CDU, CSU und CDU/CSU bleiben nach Wahlgebiet getrennt. Zellen zeigen zusätzlich absoluten Fehler und Wahlzahl. Die Ansicht „Kleine Parteien & Muster“ bietet den gleichen Wahlpositionsfilter und zusätzlich die Einschränkung auf gemeinsame Wahl-Partei-Fälle.

## Rechnen

- Abweichung: Umfrageanteil minus amtlicher Stimmenanteil, in Prozentpunkten.
- Absoluter Fehler: Betrag dieser Differenz.
- Pro Institut zuerst über passende Parteien innerhalb eines Wahlgangs mitteln, anschließend gleichgewichtet über Wahlgänge. Keine Gewichtung nach Befragtenzahl oder Größe des Landes.
- Parteiansicht: erst über die Institute derselben Wahl, danach über Wahlgänge mitteln.
- Nur gemeinsame Fälle: die gleiche Partei beim gleichen Wahlgang muss bei jedem ausgewählten Institut einen numerischen Umfragewert haben und alle Filter erfüllen.
- Kleine Parteien: bis einschließlich 7 %, Teilgruppen unter 5 % und 3–7 %. Diese Teilgruppen überschneiden sich. Gruppierung standardmäßig nach ungerundetem Ergebnis, optional nach Umfragewert als Gegenprobe.
- Fehlende Einzelangaben sind keine Nullen. Keine Auffüllung aus früheren Umfragen. „Sonstige“, Sammelgruppen und nicht zuordenbare Werte werden nicht als einzelne Parteien ausgewertet. Fehlende Angaben sind zusätzlich gezählt; bei Gruppierung nach Umfragewert bleibt ihre Größenklasse unbekannt.
- Die Tabelle zur 5%-Marke zählt Werte unter, genau bei und über 5 %. Sie bewertet keinen Parlamentseinzug und keine wahlrechtlichen Ausnahmen.

## Amtliche Ergebnisse

Absolute Stimmen und Gesamtzahl gültiger Stimmen stammen von der Bundeswahlleiterin sowie den Landeswahlleitungen. Für alle 50 Wahlgänge ist geprüft, dass die Parteistimmen der Gesamtzahl entsprechen. Prozentanteile werden daraus ungerundet berechnet. Der Bundestag verwendet Zweitstimmen, CDU und CSU werden dort zusammengefasst. Bayern: Gesamtstimmen. Hamburg/Bremen: Landeslistenstimmen einschließlich Personenstimmen. Andere Länder: maßgebliche Partei-/Listenstimme. Die jeweilige Stimmenart ist sichtbar.

Berlin 2021 wird mit dem ursprünglichen, später aufgehobenen Ergebnis verglichen. Die Wiederholung vom 12.02.2023 ist ein eigener Vergleich. Bundestag 2021 wird mit dem ursprünglichen Ergebnis vor der Berliner Teilwiederholung 2024 verglichen. Der amtliche Landtags-Sammelband ordnet die Berliner Wiederholung unter dem Datum der Wahlperiode 2021 ein; hier wird sie ausdrücklich 2023 zugeordnet.

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern 2026 sind als vorläufig veröffentlicht. Sachsen-Anhalt 2026 wird in dieser Arbeitsfassung ebenfalls vorläufig geführt, bis die amtliche Feststellung gesondert dokumentiert ist. Ein Filter kann vorläufig geführte Ergebnisse ausschließen.

Baden-Württemberg 2026: Die amtliche HTML-Übersicht nennt 5.357.109 gültige Zweitstimmen, der amtliche PDF-Sammelband 5.375.109. Letztere Zahl stimmt sowohl mit der Summe der Parteistimmen als auch mit Wählenden minus ungültigen Stimmen überein und wird verwendet.

Die in beiden Umfragequellen zugeordneten letzten Veröffentlichungen stimmen bei gemeinsam ausgewiesenen Parteiprozenten überein. Unterschiede beim Befragungsende bleiben markiert: INSA/Bund 2025 (21./22.02.) und Forschungsgruppe Wahlen/Niedersachsen 2017 (11./12.10.). Metadatenkonflikte des Gesamtbestands sind weiter in der Quellenprüfung dokumentiert.

## Grenzen der Interpretation

Die Analyse ist beschreibend. Wenige Wahlgänge erlauben keinen Nachweis dauerhafter Verzerrung. Parteiwerte derselben Wahl und Institute, die dieselbe Wahl beobachten, sind keine unabhängigen Stichproben. Die Diagrammpunkte zeigen Streuung, keine Konfidenzintervalle. Es werden keine Signifikanzbehauptungen abgeleitet.

Die Auswahl anhand des späteren Wahlergebnisses kann selbst Unterschiede im Mittelwert erzeugen. Die Gegenprobe nach Umfragegröße zeigt die Sensitivität, korrigiert diesen Effekt aber nicht vollständig. Veröffentlichungsschwellen führen zusätzlich zu einer Auswahl der sichtbaren kleinen Parteien. Aussagen über sämtliche Kleinstparteien wären dadurch nicht gedeckt.

Über alle Parteien können sich positive und negative Abweichungen bereits wegen der Summe von 100 % weitgehend aufheben. Deshalb sind absolute Fehler, einzelne Parteien und Parteigrößen getrennt zu betrachten. Abweichungen enthalten auch Rundung, zeitliche Veränderungen, Wahlbeteiligung und Methodenunterschiede. Sie beweisen keine politische Absicht.

## Fehlerrichtung und Motivation

Die Ansicht [Fehlerrichtung](auswertung.html?ansicht=einordnung) ordnet positive Abweichungen als „zugunsten der Partei im Umfragebild“ ein, negative als „zulasten der Partei im Umfragebild“. Bezugsgröße ist das spätere Wahlergebnis. Diese Begriffe beschreiben die Richtung der Darstellung; sie behaupten weder einen tatsächlichen Stimmengewinn oder -verlust durch die Umfrage noch eine Absicht des Instituts. Rechenbeispiele sind ausdrücklich fiktiv. Häufigkeit einer Fehlerrichtung, mittlere Abweichung und absoluter Fehler sind unterschiedliche Größen.

[Bandwagon](auswertung.html?ansicht=bandwagon) ist als eigener Bereich für die Motivation reserviert. Bernd möchte dort die mögliche Wirkung veröffentlichter Umfragen ausführlich gemeinsam diskutieren. Der erste begriffliche Einstieg verweist auf die [bpb: Psychologische Effekte von Wahlumfragen](https://www.bpb.de/lernen/angebote/grafstat/wahlen-nach-zahlen/337052/m-01-02-02-psychologische-effekte-von-wahlumfragen/). Eine kausale Wirkung wird durch die hier berechneten Abweichungen allein nicht nachgewiesen.

### Diagramme zur Fehlerrichtung

Alle drei Darstellungen verwenden dieselben Gebiets-, Wahlpositions-, Jahres-, Partei-, Größen-, Alters-, Ergebnisstands- und Institutsfilter. Voreinstellung: jeweils letzte Wahl je Gebiet, alle einzeln ausgewiesenen Parteien und Institute, ohne Altersgrenze. Reihenfolge und fehlende Wahlpositionen entsprechen den bestehenden Auswahlregeln. Die URL speichert die Filter und die Detailauswahl.

1. **Farbmatrix Institut × Partei:** Mittlere vorzeichenbehaftete Abweichung, jede Wahl gleich gewichtet; dazu die Fallzahl. Feste Farbskala bis ±3 Prozentpunkte (darüber gesättigt). Weniger als fünf Wahlen werden als Orientierung markiert, nicht als statistischer Grenzwert. Fehlende Werte bleiben leer. Ein Klick öffnet die Wahlfälle dieser Kombination.
2. **Häufigkeitsbalken:** Anteil der Unter-, kleinen und Überschätzungen an allen passenden Partei-Wahl-Fällen eines Instituts. Jeder Fall zählt einmal; die absoluten Häufigkeiten und Wahlzahlen sind sichtbar. Bei mehreren Parteien kann dieselbe Wahl mehrfach zählen. Das sind keine unabhängigen Beobachtungen.
3. **Einzelne Wahlen:** Chronologisch angeordnete Abweichungen für ein Institut und eine Partei, mit Quellen und Befragungsdaten. Angezeigt werden Mittelwert und mittlerer absoluter Fehler. Ab drei Wahlen wird jede Wahl einmal vollständig weggelassen und die Spanne der so entstehenden Mittelwerte angegeben. Das prüft Empfindlichkeit gegenüber einzelnen Wahlgängen; es ist kein Konfidenzintervall und kein Nachweis von Signifikanz.

Die einstellbare Anzeigezone (0; ±0,25; ±0,5; ±1 Prozentpunkt) umfasst ihre Grenzen. Standard ist ±0,5. Die Zone steuert nur Farben und Häufigkeitsgruppen, nicht Mittelwerte, Fallauswahl oder Gegenprobe. Sie ist keine statistische Fehlergrenze und kein Maß für Stichprobenunsicherheit. Bei Zone 0 erscheint nur eine rechnerisch exakt gleiche Zahl grau; gerechnet wird mit ungerundeten Differenzen. In der Matrix wird die Zone auf den Mittelwert angewandt, im Häufigkeits- und Wahlverlauf auf die einzelnen Abweichungen.

Die erste Detailauswahl verwendet die Institut-Partei-Kombination mit der größten Fallzahl der Auswahl, bei Gleichstand den Institutsnamen alphabetisch und die feste Parteireihenfolge. Sie ist kein ausgewählter Beleg für eine bestimmte Richtung. Der Paarvergleich-Button wählt Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap und schaltet auf gemeinsame Wahl-Partei-Fälle. Beliebige andere Institutskombinationen bleiben möglich.

## Quellen und Lizenz

- [Wahlrecht.de](https://www.wahlrecht.de/umfragen/): zentrale Umfragequelle; jeweilige Archivseite in jedem Vergleich verlinkt.
- [DAWUM](https://dawum.de/API/): Ergänzungen, Daten von dawum.de unter [ODbL](https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/). Abgeleitete Vergleichsdaten stehen als [JSON](data/analysis.json) zur Verfügung; soweit Datenbankrechte an der abgeleiteten Datenbank bestehen, gilt ODbL.
- [Bundeswahlleiterin, Landtagswahlen](https://www.bundeswahlleiterin.de/service/landtagswahlen.html) und amtlicher Sammelband, Stand 01.07.2026; die exakten Seiten und ergänzenden Landesquellen sind in den Vergleichsdaten verlinkt.
- [Forschungsgruppe Wahlen: Ausweisung kleiner Parteien](https://www.forschungsgruppe.de/Rund_um_die_Meinungsforschung/Zur_Ausweisung_kleinerer_Parteien_im_Politbarometer/).

Keine automatische Aktualisierung. Quellendateien, Abrufzeiten und Prüfsummen sind lokal archiviert; Rechenregeln und öffentlich verwendete Vergleichsdaten sind nachvollziehbar herunterladbar.
